Tempel · Bac Nha Trang (Norden)
Po-Nagar-Türme
Tháp Bà Ponagar
Die Po-Nagar-Türme (Tháp Bà Ponagar, auf Cham Po Inư Nagar) sind eine Tempelanlage des Königreichs Champa auf einem Hügel etwa 10 bis 12 m über dem Meeresspiegel an der Mündung des Flusses Cái, etwa 2 km nördlich des Zentrums von Nha Trang[2]. Seit dem 16. Juni 2025 liegt die Anlage im Stadtbezirk Bắc Nha Trang[8]; zuvor lag sie im Stadtbezirk Vĩnh Phước der Stadt Nha Trang, auf dem Hügel Cù Lao[6]. Der Name gehört eigentlich dem größten der Türme, der etwa 23 m hoch ist[2][4]; der englische Wikipedia-Artikel gibt etwa 25 m an[3].
Der Tempel war der Göttin Yang Po Nagar geweiht, die die Vietnamesen später als Thiên Y A Na übernahmen[2][6]. Inschriften berichten, dass das Heiligtum 774 von Angreifern aus dem Meer geplündert und unter König Satyavarman in Ziegel wieder aufgebaut wurde, wobei die Arbeiten 784 abgeschlossen waren[2]; die erhaltenen Türme wurden vom achten bis zum dreizehnten Jahrhundert errichtet und wiederaufgebaut[4][5]. Die Anlage wurde 1979 als nationales Denkmal eingestuft (nach einer Darstellung als Architektur- und Kunstdenkmal[5], nach der des Kulturministeriums als historisches und kulturelles Denkmal[9]) und durch den Beschluss 152/QĐ-TTg vom 17. Januar 2025 als besonderes nationales Denkmal[4][5]; die Urkunde wurde am 10. Juli 2025 übergeben[5].
Lage
Die Türme stehen auf einem niedrigen Hügel am Nordufer des Flusses Cái, wo er in die Bucht von Nha Trang mündet, gegenüber dem alten Fischerviertel Xóm Bóng, etwa 2 km nördlich des Stadtzentrums[2]. Wikidata verortet die Anlage bei 12.2653 N, 109.1956 E[1]. Der Hügel heißt in den Festunterlagen des Kulturministeriums Cù Lao, die ihn im Stadtbezirk Vĩnh Phước der Stadt Nha Trang verorten[6].
Am 16. Juni 2025 vereinigte die Resolution 1667/NQ-UBTVQH15 des Ständigen Ausschusses der Nationalversammlung die Stadtbezirke Vĩnh Hòa, Vĩnh Hải, Vĩnh Phước und Vĩnh Thọ mit zwei Gemeinden zu einem neuen Stadtbezirk namens Bắc Nha Trang; die Resolution trat am Tag ihrer Verabschiedung in Kraft, und die neue Stadtbezirksverwaltung nahm ihre Arbeit am 1. Juli 2025 auf[8]. Der vietnamesische Wikipedia-Artikel über die Türme gibt die Adresse bereits als Stadtbezirk Bắc Nha Trang an[2].
Geschichte und Datierung
Das früheste Heiligtum auf dem Hügel war aus Holz. 774 plünderten es Angreifer von den südlichen Inseln (Java), und König Satyavarman baute den Tempel in Ziegel wieder auf, wobei die Arbeiten 784 vollendet wurden[2]. Eine von Satyavarman 781 errichtete sechseckige Stele hält den Überfall von 774 und die Aufstellung des Sri Satya Mukhalinga 784 fest[2]; der englische Wikipedia-Artikel nennt dieselbe Stele und datiert die Gründung auf eine Zeit vor 781[3].
Die Datierung der erhaltenen Bauten ist nicht geklärt, und die Quellen weichen voneinander ab. Die Provinzzeitung gibt in ihrem Bericht über die Einstufung von 2025 den Nordost-Turm (Hauptturm) als im achten Jahrhundert erstmals gebaut und im elften neu errichtet an, den Südturm als aus dem dreizehnten Jahrhundert und den Südost-Turm als etwa aus dem elften bis zwölften Jahrhundert[4]. Der vietnamesische Wikipedia-Artikel gibt an, der Hauptturm sei möglicherweise von Harivarman I. etwa 813 bis 817 gebaut worden, während der Archäologe Trần Kỳ Phương die Mandapa auf die Zeit vor der Inschrift von 817, die sie erwähnt, den kleinen Nordwest-Turm auf etwa das zehnte Jahrhundert und den Hauptturm auf etwa das elfte Jahrhundert datiert[2]. Der Bericht der Regierung selbst über die Einstufungsfeier setzt die Anlage als Ganzes in das achte bis dreizehnte Jahrhundert[5].
Spätere Inschriften auf dem Gelände verzeichnen eine goldene Statue der Göttin 918, einen steinernen Ersatz 965, nachdem die goldene entwendet worden war, sowie Schenkungen von Land, Sklaven und Gegenständen mit den Daten 1050, 1064, 1143, 1165, 1178 und 1256[2]. Der englische Wikipedia-Artikel nennt die Könige: Indravarman III. für die goldene Statue von 918, den Khmer-König Rajendravarman II. für ihren Raub 950 und Jaya Indravarman I. für die Steinstatue von 965[3]. In der französischen Zeit baute die École française d'Extrême-Orient Teile der Türme in Ziegel wieder auf, und der Kopf der Hauptstatue wurde von den Franzosen entfernt; der heutige Kopf ist aus Zement[2].
| Turm | Höhe | Angegebene Datierung |
|---|---|---|
| Nordost-Turm (Hauptturm) | 23 m[4] | 8. Jahrhundert, im 11. Jahrhundert neu errichtet[4] |
| Südturm | 18 m[4] | 13. Jahrhundert[4] |
| Südost-Turm | 7.1 m[4] | etwa 11. bis 12. Jahrhundert[4] |
| Nordwest-Turm | 9 m[4] | etwa 10. Jahrhundert, nach Trần Kỳ Phương[2] |
Aufbau
Die Anlage hatte ursprünglich sechs Türme in zwei Reihen zu je drei; vier sind erhalten, die beiden am westlichen Ende wurden zerstört[2]. Unterhalb der Türme steht die Mandapa, eine Säulenhalle auf einer etwa 1 m hohen Ziegelplattform, mit zwei Reihen von je fünf achteckigen Ziegelsäulen von jeweils mehr als 1 m Durchmesser und mehr als 3 m Höhe, flankiert von zwölf kleineren Säulen[2].
Der Hauptturm erhebt sich in vier Geschossen, jedes mit Türen, steinernen Gottheiten und Tierfiguren, und mit vier kleinen Türmen an den Ecken[2]. Im Inneren ist die Göttin aus schwarzem Stein gehauen, sitzend auf einem Lotossockel mit einer steinernen Rückenplatte in Form eines Bodhi-Blattes; der vietnamesische Wikipedia-Artikel gibt die Statue mit 2.6 m Höhe an[2], während der englische Artikel eine 1.2 m hohe Steinstatue nennt[3]. Die beiden Darstellungen widersprechen einander, und es wurde keine Messung aus einer amtlichen Quelle gefunden. Über der Osttür zeigt ein Türsturz Durga tanzend zwischen zwei Musikern[2]. Der Turm der hinteren Reihe hat ein langes sattelförmiges Dach von einer Art, die sonst in den Türmen von Vijaya (Bình Định) nach dem elften Jahrhundert vorkommt[2].
Einstufungen
Die Türme wurden 1979 als nationales Denkmal eingestuft[4][5]: Das Regierungsportal gibt die Kategorie als Architektur und Kunst an[5], das Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus als Geschichte und Kultur[9], und keine abgerufene Seite enthält den Beschluss von 1979 selbst. Am 17. Januar 2025 unterzeichnete der stellvertretende Ministerpräsident Lê Thành Long den Beschluss 152/QĐ-TTg, der fünf Denkmäler als besondere nationale Denkmäler einstufte, darunter die Türme[4]. Die Urkunde wurde am 10. Juli 2025 an der Stätte überreicht[5]; bei derselben Zeremonie wurde eine Urkunde übergeben, die nach dem Beschluss 1651/QĐ-BVHTTDL vom 3. Juni 2025 des Ministers für Kultur, Sport und Tourismus für eine Eintragung als immaterielles Erbe ausgestellt worden war[5].
Das Tháp-Bà-Fest wurde 2001 vom Ministerium für Kultur und Information unter 16 nationale Feste aufgenommen[2] und 2012 vom Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus in die nationale Liste des immateriellen Kulturerbes eingetragen[5][6].
Das Fest
Das Fest findet jedes Jahr im dritten Mondmonat statt. Die Kulturerbe-Akte des Kulturministeriums und die Provinzzeitung geben den 20. bis 23. Tag an[4][6]; der vietnamesische Wikipedia-Artikel nennt den 21. bis 23. Tag[2]. Zu den Riten gehören der Wechsel der Gewänder der Göttin, das Aussetzen von Laternen, Opfergaben und eine Prozession, mit Schattentänzen und Volksgesang[6].
2024 lief das Fest vom 28. April bis zum 1. Mai, dem 20. bis 23. Tag des dritten Mondmonats; die Veranstalter zählten mehr als 100 Delegationen und mehr als 5,000 angemeldete Teilnehmer der Muttergöttinnenverehrung sowie mehr als 100,000 Pilger und Besucher über die vier Tage, etwa 50 Prozent mehr als im Jahr zuvor[7]. Eine veröffentlichte jährliche Besucherzahl der Anlage außerhalb des Festes wurde nicht gefunden.
Kulturelle Bedeutung
Der Tempel wurde für Yang Po Nagar gebaut, die Muttergöttin der Cham von Kauthara, die die vietnamesischen Siedler ab dem siebzehnten Jahrhundert als Thiên Y A Na verehrten[2][6]. Eine Stele hinter den Türmen, 1856 vom Nguyễn-Beamten Phan Thanh Giản verfasst, hält die vietnamesische Fassung ihrer Legende fest[6]. Die Anlage ist bis heute ein Ort der Verehrung sowohl für die Cham als auch für die vietnamesische Gemeinschaft[5].
Fragen und Antworten
Wann wurden die Po-Nagar-Türme gebaut?
Welche Einstufung erhielt Po Nagar 2025?
Quellen
Jede Zahl in diesem Artikel ist mit einer dieser Seiten belegt, aufgeführt in der Reihenfolge der ersten Verwendung, mit dem Datum, an dem sie gelesen wurde.
- Po Nagar (Q600269)
- Tháp Po Nagar
- Po Nagar
- Tháp Bà Ponagar được xếp hạng di tích quốc gia đặc biệt
- Tháp Bà Ponagar (Khánh Hòa) nhận Bằng xếp hạng Di tích quốc gia đặc biệt
- Lễ hội Tháp Bà Pônagar
- Rộn ràng lễ hội Tháp Bà Ponagar
- Toàn văn Nghị quyết số 1667/NQ-UBTVQH15 sắp xếp các ĐVHC cấp xã của tỉnh Khánh Hòa năm 2025
- Xem xét công nhận Tháp Bà Ponagar là di tích quốc gia đặc biệt
Siehe auch
- Long-Son-PagodePagode